LoRaWAN-Aufbau: Datenübertragung von Sensordaten

LoRa ist eine Funkstandard, der sich durch potentiell große Reichweite auszeichnet. Ein gut platziertes LoRaWAN-Gateway, z.B. auf einem hohen Kirchturm, kann Sensordaten in einem Umkreis von mehreren Kilometern einsammeln. Deshalb eignet sich dieser Funk-Standard für Anwendungen im Kontext von Smart Cities ooder Smart Metering. Der Preis, den man für die hohe Reichweite zahlen muss, ist eine extrem geringe Datenrate. Die typische Größe von Datenpaketen liegt bei ca. 50 Bytes. Das entspricht etwa einem Text von 50 Zeichen Länge. Je nach zu überbrückender Distanz kann das eine Sekunde dauern. Dabei ist zu beachten, dass ein so genannter “Duty Cycle” von 1% eingehalten werden muss, um dem LoRaWAN-Standard zu gehorchen. Das bedeutet, dass wenn ein LoRaWAN-Sensor 50 Bytes Daten in einer Sekunde überträgt, dieser 99 Sekunden warten muss, bis er die nächsten 50 Bytes übertragen darf. Daher lassen sich nur einzelne Messwerte sinnvoll übertragen. Die Übertragung von Videostreams oder auch nur Kamerastandbildern ist nicht möglich.

Trotzdem ist diese Technologie sehr sinnvoll. Bewohner einer Stadt in Reichweite eines LoRaWAN-Gateways können einfach Umweltsensoren (Temperatur, Bodenfeuchte, o.ä.) insallieren und die zentrale LoRaWAN-Infrastruktur nutzen, um ihre Daten zu übertragen. Die Nutzer behalten dabei die Hohheit ihrer Daten und können diese auch privat halten, wenn sie sie nicht teieln wollen.

Im Rahmen des Projekts ist geplant, jede Gemeinde von LEADER-Niederrhein mit einem Gateway auszustatten. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf zunächst auf der Abdeckung von einigen wenigen Gebieten, die lokal für Schulprojekte genutzt werden können. Um eine ganze Stadt oder ländliche Region abzudecken, braucht man viele Gateways. das übersteift die Möglichkeitdn des Projekts. Allerdings sollen Workshops angeboten werden, in denen die LoRaWAN-Technologie erklärt wird, um Gemeinden in die Lage zu versetzen, das LoRaWAN-Netzwerk zu erweitern. Das IotLab der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort wird dabei fachlich unterstützen.